965 Christentum und erste Kirche
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Ritterstiftskirche.
Über die Wimpfener Geschichte im Reich der Franken ist uns wenig bekannt. Sicher ist, dass mit den Franken das Christentum kam, und da die Siedlung an der immer noch bestehenden Neckarbrücke weiter eine bedeutende Rolle spielte, kann wohl davon ausgegangen werden, dass schon sehr früh eine Kirche auf den Resten des römischen Prätoriums gegründet wurde. Im Zusammenhang mit der Erbauung dieser ersten Kirche im Tal nennt die Überlieferung den legendären Wormser Bischof Crotold, der bisher historisch nicht fassbar ist, aber, wenn überhaupt, im 7. Jahrhundert hier tätig war. Sicher ist auch, dass Wimpfen zu dieser Zeit fränkisches Königsgut war, und möglicherweise hatten die Merowingerkönige zur Sicherung des wichtigen Neckarüberganges eine Burg angelegt, denn die Sage berichtet, dass König Sigebert einen Teil seines Lebens in dieser Burg gelebt und schließlich Wimpfen dem Bischof Amandus von Worms zum Geschenk gemacht habe. Tatsache ist, dass um die Jahrtausendwende die Bischöfe von Worms im Besitz dieses alten fränkischen Königsgutes mit all seinen Rechten waren. 965 bestätigte Kaiser Otto I. dem Bischof diese Immunität.
Die Ungarn zerstören Wimpfen
In dieser Zeit dürfte Wimpfen den Atem weltpolitischer Ereignisse verspürt haben, denn auf der alten Völkerstraße, die möglicherweise schon die Hunnen unter Attila in diese Gegend geführt hatte, fielen nun die Ungarn brennend und plündernd in den Neckarraum ein und suchten dabei wohl auch Wimpfen schwer heim. Nachdem die Stadt, in der viele Flüchtlinge aus der Umgebung Zuflucht gesucht hatten, zerstört worden war, habe man alle Männer getötet, den geschändeten Frauen jedoch die Brüste abgeschnitten, damit sie fürderhin keine Kinder mehr säugen könnten. Dies berichtet der schon zitierte Chronist Burkhard von Hall, und er leitet den Namen Wimpfen aus "Weiberpein" ab - sicherlich eine sehr einprägsame, aber letztlich doch unhaltbare Deutung.






