450 v. Chr. Frühe Besiedlung
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Wimpfen liegt gegenüber der Jagstmündung im Altsiedelland des Grenzraumes zwischen den großen Durchgangslandschaften Kraichgau, Hohenloher Ebene, bzw. Neckarbecken. Die Anfänge der Besiedelung liegen zwar im Dunkeln doch lassen sich seit dem 5. Jhd. v. Chr. immer wieder Wohnplätze, sogar ganze Dörfer jungsteinzeitlicher oder bronzezeitlicher Kulturen nachweisen. Ausschlaggebend für die zeitige Inbesitznahme dieses Platzes war neben den guten Böden für die früheren Ackerbauern vor allem die Lage an einer uralten Völkerstraße, die, von Frankreich herkommend, hier den Neckar überquerte und in zwei Richtungen weiterführte: einmal auf der Höhe zwischen Jagst und Kocher über Nürnberg weiter nach Osten, zum anderen nach Öhringen an die Donau und von dort nach Südosteuropa - der Weg der Nibelungen, wenn er historisch wäre.
Spuren der Kelten
In der Latenezeit, um 450 v. Chr., ist schließlich jenes Volk nachweisbar, das im Raum Mittlerer Neckar zum ersten Mal eine bedeutende Kulturblüte hervorbrachte: die Kelten. Sie waren vermutlich die Namensgeber für die Flüsse in dieser Gegend, Kocher, Jagst und wohl auch für den Namen "Wimpfen". Nach Obermüller (Deutsch-keltisches Wörterbuch, Leipzig 1872) setzt er sich aus "uimpe" (=umwallt) und "bin" (=Berg) zusammen, würde also etwa "umwallter" Berg oder "Wall am Berg" bedeuten. Man geht zwar davon aus, dass sich auf dem "Altenberg" eine keltische Fliehburg befand, doch ist diese archäologisch nicht exakt nachgewiesen. Römische Geschichtsschreiber berichten später außerdem von germanischen Suebi Nicreti, den Neckarschwaben, die hier siedelten.





